Ethel Smyth
 Der Wald

in­stal­la­ti­ve per­for­mance zu ethel smyths “der wald“
ein er­ar­bei­tungs­stand

sa, 27.08.22 zwi­schen 18:00–19:45 uhr
im park­deck der udk berlin in der bun­des­al­lee 1–12
+ drinks!
(ein­tritt frei)

 

Mu­sik­thea­ter in Verhältnissen

“Ei­ne kur­ze und tra­gi­sche Lie­bes­ge­schich­te, ein­ge­fasst in den Rah­men der sich im­mer gleich blei­ben­den Un­ver­gäng­lich­keit der Na­tur in Ge­stalt des Waldes.”

“Das schwa­che Licht, wel­ches die Sze­ne er­hellt, ist ge­heim­nis­voll, über­ir­disch – wäh­rend die Büh­ne im­mer hel­ler wird und ein un­sicht­ba­rer Chor singt.”

“Sie be­sin­gen die Un­sterb­lich­keit und die Wan­del­bar­keit al­les Irdischen.”

“Nach der Ver­wand­lung se­hen wir die­sel­be Lich­tung im Wal­de, aber bei Tageslicht.”

“Tanz – da er­tönt Io­l­an­thes Horn, al­le Lust­bar­keit ist unterbrochen”

“Io­l­an­the, ein grau­sa­mes Weib von un­ge­zü­gel­ter Lei­den­schaft­lich­keit, gilt für ei­ne He­xe und ist aber­gläu­bisch gefürchtet.”

“Ih­re Ver­füh­rungs­küns­te blei­ben oh­ne Wirkung”

Ethel Smyths „Der Wald“ war von 1903 bis 2016 die ers­te und ein­zi­ge Oper ei­ner Frau, die an der Me­tro­po­li­tan Ope­ra in New York ge­spielt wur­de. Wäh­rend die klas­si­schen Opern- und Mu­sik­häu­ser ih­ren männ­li­chen Ka­non be­weih­räu­chern, wol­len wir die Wer­ke von Frau­en, die von der Mu­sik­ge­schichts­schrei­bung aus­ra­diert und über­gan­gen wur­den, dem Ver­ges­sen entreißen. 

Im rau­en Am­bi­en­te des Park­decks nä­hern wir uns in ei­ner in­stal­la­ti­ven Per­for­mance der Kom­po­nis­tin Ethel Smyth. In ih­rem Wald su­chen wir nach un­se­ren Po­si­tio­nen in den Span­nungs­fel­dern “Mensch”–”Natur”, “gut”–”böse”, “Mystik”–”Realität”. 

Wan­delt mit uns.