Ethel Smyths
 “Der Wald”
 Klischee total
 2023

Ro­man­ti­sche Bil­der, schwel­ge­ri­sche Mu­sik. Ei­ne kur­ze Lie­bes­ge­schich­te, die mit tra­gi­schem Tod en­det. Klingt das nach gro­ßem Ki­no oder doch eher nach stau­bi­ger Sei­fen­oper?
Das Mu­sik­thea­ter “Der Wald” von Ethel Smyth scheint vor über­hol­ten Kli­schees und Ste­reo­ty­pen nur so zu strot­zen und doch er­ken­nen wir uns in ih­nen auch heu­te noch wie­der. Wie kann das sein?
100 Jah­re spä­ter ist die he­te­ro­nor­ma­ti­ve Klein­fa­mi­lie mit Car­port und Ei­gen­heim oder Ei­gen­tums­woh­nung und Las­ten­rad im­mer noch das tra­gen­de Ide­al­nar­ra­tiv un­se­rer Ge­gen­warts­ge­sell­schaft. Letzt­end­lich ist es egal, wo das Häus­chen steht – ob am Ran­de von Ethel Smyths Wald oder in un­se­ren Vor­städ­ten. Das un­durch­dring­li­che Di­ckicht der ge­sell­schaft­li­chen Kon­ven­tio­nen, ge­tarnt als un­be­rühr­te Na­tur, of­fen­bart sich als vom Men­schen er­fun­de­nes Kon­strukt.
Kön­nen wir aus die­sem Sys­tem ausbrechen?

Das jun­ge Mu­sik­thea­ter­kol­lek­tiv opera­tion­der­kuenste fin­det die Par­al­le­len zwi­schen Ethel Smyths “Wald” und un­se­rer Rea­li­tät, wagt die De­kon­struk­ti­on und zeigt: Die Nor­men un­se­res Zu­sam­men­le­bens sind flu­ide und wan­del­bar. Im Spie­gel glo­ba­ler Kri­sen ent­de­cken wir Mu­sik und Text aus un­se­rer Per­spek­ti­ve neu und wol­len das Werk Ethel Smyths dem Ver­ges­sen ent­rei­ßen. Wie so vie­le Kom­po­nis­tin­nen wur­de auch sie von der Ge­schichts­schrei­bung über­gan­gen. Dem wol­len wir be­wusst ent­ge­gen­wir­ken und da­mit den männ­li­chen Ka­non, in dem die gro­ßen Opern- und Kon­zert­häu­ser fest­hän­gen, in­fra­ge stellen.

Auf­füh­run­gen im TD Berlin
24.03.23 20 Uhr
25.03.23 20 Uhr
26.03.23 18 Uhr

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INFORMATIONEN FÜR CHOR: 

Pro­ben:
9./10.3.            18:30–21:00 Uhr
11./12.3.           ganz­tä­gig
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18./19.3.           ganz­tä­gig
21.–31.3.          täg­li­che Ter­mi­ne nach Ab­spra­che: Haupt-/Ge­ne­ral­pro­ben/­Vor­stel­lun­gen

Be­wer­bungs­un­ter­la­gen:
– kur­zes Mo­ti­va­ti­ons­schrei­ben oder ‑vi­deo (Deutsch oder Eng­lisch), in dem ihr dar­auf ein­geht, war­um ihr ger­ne mit opera­tion­der­kuenste ar­bei­ten wollt
– ei­ner Auf­nah­me für ei­nen klei­nen Ein­druck, um eu­re Stim­me kennenzulernen

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INFORMATIONEN FÜR SOLIST*INNEN:

Probenzeitraum:1.3.–23.3.

Be­wer­bungs­un­ter­la­gen:
– kur­zes Mo­ti­va­ti­ons­schrei­ben oder ‑vi­deo (Deutsch oder Eng­lisch), in dem ihr dar­auf ein­geht, war­um ihr ger­ne mit opera­tion­der­kuenste ar­bei­ten wollt
– Vi­deo-Link mit ei­ner Arie (You­Tube o.ä.)
– Vi­deo mit ei­nem Text/Monolog (in ei­ner Spra­che eu­rer Wahl) 

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INFORMATIONEN FÜR INSTRUMENTALIST*INNEN:

Pro­ben­zeit­raum: 15.3.–23.3. 

Be­wer­bungs­un­ter­la­gen:
– kur­zes Mo­ti­va­ti­ons­schrei­ben oder ‑vi­deo (Deutsch oder Eng­lisch), in dem ihr dar­auf ein­geht, war­um ihr ger­ne mit opera­tion­der­kuenste ar­bei­ten wollt
– ei­ner Auf­nah­me für ei­nen klei­nen Ein­druck, um eu­re Stim­me kennenzulernen

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FÜR ALLE:

Hier fin­det ihr die No­ten. Das Stück wird auf Deutsch ge­spielt.
Be­wer­bun­gen bit­te an wir@operationderkuenste.de

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